Das sind einige der Themen, die mich jetzt und in der Zukunft interessieren. Manches davon sind Ideen, die sich als nicht fruchtbar herausstellen werden, bei anderen Themenbereichen gibt es schon (vorläufige) Ergebnisse.
Bei all diesen Themen sind Studierende als Mitarbeiter/Diplomanden/Dissertanten höchst willkommen. Vielleicht fragen Sie einfach per E-Mail (rudolf.winterebmer(at)jku.at) nach, oder Sie kommen persönlich bei mir vorbei! Es besteht auch prinzipiell die Möglichkeit, vorhandene Mikrodaten zu benutzen, z.B. den Mikrozensus oder Individualdaten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger oder Paneldaten aus der BRD und den USA. Wir haben auch eine brandneue Erhebung über Probleme der Alterung in Europa gemacht (SHARE)
Nach Studien über Erträge der Schul- und Lehrlingsausbildung interessiere ich mich für langfristige Effekte der (Aus-) Bildung auf Gesundheit und Fertilität (mit Nicole Schneeweis, Linz und Giorgio Brunello, Padua). Weiters umfasst mein Interessensgebiet dias betriebliche Ausbildungsverhalten.
In einem großen, vom österreichischen Forschungsförderungsfond (FWF) finanziertes Projekt koordiniere ich mehrere Arbeitsgruppen zur empirischen Arbeitsmarktforschung (NFN). Mich persönlich interessieren insbesondere Fragen zur Arbeitslosigkeit, Lohnstruktur und Einkommensverteilung, sowie Bevölkerungsökonomie. Konkrete derzeitige Projekte betreffen Auswirkungen von Entlassungen (mit Josef Zweimüller, Zürich, Guido Schwerdt, München und Andrea Ichino, Bologna), Fertilität und Familienstandt (mit Martin Halla und Wolfgang Frimmel, Linz, Andrea Weber, Essen und Emilia del Bono, Essex), sowie die Mobilität von Arbeitskräften (mit René Böheim und Tom Horvath, Linz).
Mit Doris Weichselbaumer (Linz) arbeite ich an Fragen zur Diskriminierung von Frauen. Wir haben dabei eine Datenbasis von "allen" in Zeitschriften publizierten Diskriminierungsstudien angelegt, und in Form einer Meta-Studie untersucht, welchen Effekt Gesetze auf die Diskriminierung haben, wie sich Diskriminierung über die Zeit ausgewirkt hat und wie Autoren das Thema Diskriminierung behandelt haben. Darüber hinaus arbeite ich mit Ana Rute Cardoso (Barcelona) über Frauen als Managerinnnen.
Die Evaluierung von Politikmaßnahmen wird sicherlich auch weiterhin ein Schwerpunkt meiner Arbeit sein. Dies umso mehr, als das ein relativ vernachlässigter und äusserst wichtiger Forschungszweig ist. So habe ich mich bisher mit Evaluierung von Arbeitsmarktpolitik generell und der Krisenregionsregelung befasst. Ein anderes Projekt betraf eine Evaluierung der Linzer Stahlstiftung im Auftrag der Weltbank (Washington, D.C.), sowie des Malus-Systems bei der Beschäftigung für Ältere. Was mich noch besonders interessieren würde, wären Fragen der Lehrlingsausbildung, Kündigungsschutz, Arbeitszeitregelungen, Gesundheitsökonomie, Arbeitslosen- und Pensionsversicherung.
Ich bin der österreichische Country-Team Leader des Survey on Health, Aging and Retirement in Europe (SHARE), der als wiederholte interdisziplinäre Befragung von Europäern über 50 konzipiert ist. Drei Wellen sind bereits gelaufen. Das Projekt ist sehr langfristig angelegt - es wurde von der EU in die Roadmap for Research Infrastructure (ESFRI) der besonders förderungswürdien Großprojekte aufgenommen. Mich interessieren alle Fragen im Zusammenhang mit Erwerbstätigkeit, Pensionierung, finanzielle Transfers etc. Darüber hinaus arbeite ich an Analysen zum österreichischen Pensionssystem.
Mein Hauptinteresse gilt der Mikrooekonometrie, hier insbesondere Fragen der Kausalität, sowie Spezialmethoden zur Programmevaluierung, Lebensdauermodellen, sowie des Einsatzes von Instrumentvariablen.